Montageklebeband

Montageklebebänder – praktische Alleskönner für anspruchsvolle Klebeaufgaben

Mehr und mehr revolutionieren Klebebänder die Verbindungs- und Montagetechnik unterschiedlichster Materialien: Während vor einigen Jahren Schweißen, Löten, Schrauben oder Nieten noch gang und gäbe waren, erobern leistungsfähige Klebeband-Lösungen zunehmend etwa den Automobilbau sowie die Architektur und sind auch im Heimbereich längst verbreitet.

Der Aufbau von Montageklebebändern

Montageklebebänder werden branchenübergreifend für verschiedenste Aufgaben im Bereich der Installation, Montage und Verbindungstechnik eingesetzt. Eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale bei der Klassifizierung von Montageklebebändern ist dabei der Aufbau beziehungsweise die Ausrichtung der Klebewirkung: Während das Trägermaterial von einseitigen Klebebändern nur auf einer der beiden Seiten mit einem Klebe-Wirkstoff beschichtet ist, entfalten doppelseitige Klebebänder ihre Klebewirkung auf beiden Seiten.

Die Anwendungsbereiche von einseitigen und doppelseitigen Montageklebebändern unterscheiden sich entsprechend: Einseitige Klebebänder finden ihre Anwendungen in der Montage- und Verbindungstechnik in erster Linie beim Befestigen von Komponenten und beim Halten von Bauteilen. Darüber hinaus ist einseitiges Klebeband auch für das Spleißen oder das Schützen und Abdecken von sensiblen Baugruppen prädestiniert.

Doppelseitige Klebebänder sind, wie der Name schon sagt, auf beiden Seiten selbstklebend ausgerüstet. Der Aufbau ist immer ähnlich: Ein Trägermaterial ist beidseitig mit Klebstoff beschichtet, meist ist eine Seite mit einem Schutzpapier (Liner) abgedeckt. In der Regel wird zwischen Trägermaterial und Klebstoff noch ein Haftvermittler aufgetragen, der die Klebewirkung optimiert. Ausnahmen sind Transferklebebänder, die als reiner Klebstofffilm ohne Träger (Carrier) auskommen, oder Bänder, die auf beiden Seiten abgedeckt werden müssen.

Die Basis für den Klebstoff sind in der Regel Synthese- oder Naturkautschuke, Reinacrylate oder modifizierte Acrylate auf Wasser- oder Lösemittelbasis. Für spezielle Anwendungen kommen aber auch weitere Klebstofftypen infrage. Ebenso wichtig wie der Klebstoff ist die Wahl des Trägermaterials, welches meist aus Vlies, Folie, Schaumstoff oder Gewebe besteht.

Der Träger ist entscheidend – Eigenschaften und Einsatzzwecke verschiedener Trägermaterialien

Die Eignung von Montageklebeband für einen bestimmten Einsatzzweck ist in hohem Maße von der Qualität und Beschaffenheit des Trägermaterials abhängig. Das Trägermaterial trägt dabei nicht nur die Klebemasse, sondern verleiht dem Klebeband auch seine typischen Eigenschaften. Trägermaterialien sind meist relativ dünn ausgeführt und weisen typischerweise eine Stärke im Bereich von 1,5 µm bis 3 mm auf, um eine hohe Flexibilität sicherzustellen und präzise Klebevorgänge zu ermöglichen.

Die Beschaffenheit und Qualität des Klebebands hat Einfluss auf die Biegsamkeit des Klebebands, die aufnehmbaren Kräfte, die Durchlässigkeit gegenüber Feuchtigkeit oder Sauerstoff und die akustischen und thermischen Eigenschaften. Kurzum: Das Trägermaterial verleiht dem Montageklebeband seine Charakteristik. Im Folgenden wird daher ein kurzer Überblick über typische Trägermaterialien und deren charakteristische Merkmale und Vorteile gegeben.

  • Folienträger
    Folienträger sind prädestiniert für Klebe-Anwendungen, bei denen es auf Reißfestigkeit, eine transparente Optik und eine besonders hohe Flexibilität ankommt. Prominentester Vertreter des Klebebands mit Folienträger ist der klassische „Tesafilm“, der auf einem PP-Kunststoffträger aufgebaut ist. Neben PP kommt eine ganze Reihe weiterer Kunststoffe als Folienträger zum Einsatz: Zu den typischen Folienträgern gehören PE, PET und PVC sowie Polyimid.

    Weiches PVC erweist sich in der Praxis als besonders flexibel und variabel und wird daher sehr gerne bei der isolierenden Ummantelung von Kabeln in der Elektroinstallation benutzt. Hartes PVC überzeugt hingegen durch eine beeindruckende Formstabilität und ist perfekt für den Einsatz als Verpackungsklebeband geeignet. Zu den wesentlichen Vorteilen des Trägermaterials PVC gehören die Strapazierfähigkeit und die vorteilhaften Brandschutzeigenschaften.

  • Papierträger
    Montageklebebänder auf Papierträger-Basis kommen häufig bei Malerarbeiten zum Abdecken von Flächen oder auch in der Industrie als Schablonen für das Sandstrahlen zum Einsatz. Ein typisches Beispiel ist das Krepp-Klebeband, das besonders leicht eingerissen werden kann und sich hervorragend für Industrie, Handwerk und insbesondere für Malerarbeiten eignet. Das Trägermaterial wird meist aus synthetischen Fasern oder aus Pulpe und Hanf hergestellt und überzeugt durch eine gute Dehnbarkeit.

  • Gewebe- und Vliesträger
    Zu den typischen Vertretern der Gewebe- und Vliesträger gehören Baumwolle und Viskose. Beide Stoffe überzeugen durch eine hohe Zugfestigkeit und können Geräusche und Vibrationen dank ihrer vorteilhaften Gewebestruktur hervorragend dämpfen. Darüber hinaus profitiert der Anwender bei diesen Trägermaterialien davon, dass er das Montageklebeband relativ leicht einreißen und somit schnell verarbeiten kann. Klebebänder auf Baumwoll-Basis gelten darüber hinaus sogar als besonders umweltfreundlich. Typische Einsatzzwecke von Gewebe- und Vliesträgern sind Abdichtarbeiten, Spleißarbeiten und das Abdecken von Rissen.

  • Schaumstoffträger
    Montageklebebänder mit einem Träger aus Schaumstoff sind prädestiniert für den Einsatz bei Abdichtarbeiten oder beim Errichten einer Dampfsperre im Bauwesen. Typische Montageklebebänder dieser Gattung sind beispielsweise die Klebebänder mit Vinyl-Schaumstoffträger, die aus einem geschlossenzelligen Vinyl-Schaumstoff bestehen und sich hervorragend für das Abdichten gegen Staub und Feuchtigkeit in elektrischen Geräten eignen. Schaumstoff-Klebebänder werden dank ihrer guten akustischen Eigenschaften auch zum Dämpfen und Weichlagern von sensiblen Bauteilen verwendet und können sehr vielseitig eingesetzt werden.

  • Polyesterträger
    Montageklebeband auf Polyester-Basis zeichnet sich durch eine geringe Wasserdampfdurchlässigkeit aus und kann vielseitig beim Abdecken, Schützen und Reparieren von Sieben, aber auch bei der Dekoration von Möbeln, beim Kennzeichnen von Gegenständen und beim Spleißen eingesetzt werden. Häufig werden die Eigenschaften von Polyester-Klebebändern modifiziert, indem der Träger mit Aluminium bedampft wird. Auf diese Weise werden die elektrische Aufladung reduziert und die Verarbeitungseigenschaften verbessert.

  • Metallträger
    Metallträger kommen bei Anwendungen zum Einsatz, bei denen beispielsweise eine elektrische Leitfähigkeit gefragt ist. Dabei wird eine sehr dünne Schicht aus Aluminium oder Kupfer eingesetzt, um die Leitung von Strom zu ermöglichen. Ein typisches Einsatzfeld ist die Funktion als Wärmebarriere in elektrischen Geräten. Zu den Vorteilen dieses Trägermaterials gehören die gute Aufnahme von Kräften und die lange Lebensdauer.

  • Polyurethan-Filmträger
    Montageklebebänder mit einem Träger aus Polyurethan-Film bieten eine sehr gute Lösungsmittelbeständigkeit und Abriebfestigkeit und kommen daher häufig beim Schutz lackierter Flächen vor Abrieb, Steinschlag oder Korrosion zum Einsatz. Dank der guten chemischen Beständigkeit bieten Polyurethan-Klebebänder einen dauerhaften, zuverlässigen Schutz.

Vom Hochleistungs-Dichtband bis zum Montageklebeband für hochenergetische Oberflächen – das Spektrum an Spezialklebern

Der Markt für Montageklebebänder hält für jede noch so spezielle Montage- und Verbindungsaufgabe eine passende Lösung bereit. So gibt es zum Beispiel hitzeaktivierende Klebebänder, deren volle Klebewirkung sich erst unter dem Einfluss von Hitze entfaltet. Diese Montageklebebänder ermöglichen extrem feste Verbindungen zwischen Metallen und spielen ihre Vorteile immer dann aus, wenn herkömmliche Verfahren wie das Löten oder Schweißen an ihre Grenzen stoßen. Typische Einsatzbereiche für das hitzeaktivierende Klebeband sind das Laminieren von Metallfolien sowie das Spleißen von Metallblechen und -folien.

Ein weiteres Beispiel für Spezialklebebänder sind Transferklebebänder für hochenergetische Flächen. Diese Montageklebebänder zeichnen sich neben einer beeindruckenden Hitzebeständigkeit auch durch eine hohe physikalische und chemische Widerstandsfähigkeit aus und sind daher prädestiniert für den Einsatz in der Automobil- und Luftfahrtindustrie.

In der Rubrik der einseitigen Klebebänder sind vor allem die Hochleistungs-Dichtbänder zu erwähnen, die sich dank ihres robusten Ionomer-Trägers und der extrem hohen Haftung und Beständigkeit hervorragend für Dichtungsanwendungen und Ausbesserungsarbeiten auf verschiedenen Werkstoffen eignen.

Mit dem richtigen Zubehör zum perfekten Kleberesultat

Wenn Montageklebeband in der Industrie, im Handwerk, im Gewerbe oder in der heimischen Werkstatt zum Einsatz kommt, werden häufig größere Mengen verwendet. Ob zum Abdichten von Rohren, für Verpackungsaufgaben oder für Spleißarbeiten – das Abrollen von Klebeband per Hand ist mühevoll und zeitaufwendig.

Mit dem passenden Zubehör wird die Arbeit mit dem Montageklebeband allerdings zum Kinderspiel. Besonders Handabroller erfreuen sich in der Montage- und Verbindungstechnik großer Beliebtheit, ermöglichen sie doch das schnelle, präzise und hocheffiziente Aufbringen von Klebeband ganz ohne lästigen Einsatz von Fingernagel und Schere. Moderne Handabroller sind in der Lage, das rückseitig angebrachte Schutzpapier des Montageklebebands beim Abrollen gleich zu entfernen und anschließend aufzuwickeln. Gleichzeitig ermöglichen hochwertige Handabroller mit ihrer ergonomischen Form ermüdungsfreies Arbeiten und eignen sich daher auch für längere Montagearbeiten. Einige Modelle verfügen sogar über eine integrierte Schneidvorrichtung, die das saubere Kürzen des Klebebands auf die gewünschte Länge erlaubt. Beim Kauf eines automatischen Handabrollers ist darauf zu achten, dass sich dieser für das vorgesehene Montageklebeband eignet.

Neben Handabrollern bietet der Markt für Montagklebebänder weiteres praktisches Zubehör, das vor allem der Vorbereitung des Untergrunds dient. Montageklebebänder entfalten ihre volle Klebewirkung nur dann, wenn sie auf einen möglichst sauberen, fettfreien und staubfreien Untergrund aufgetragen werden – mit dem passenden Zubehör können Sie den Untergrund daher entsprechend vorbereiten und erzielen erstklassige Kleberesultate.

Anwendungsbereiche von Montageklebebändern

Doppelseitige Klebebänder (beidseitig wirkende, trägerfreie Klebebänder) werden zu Montagezwecken in der Industrie eingesetzt, unter anderem im Fahrzeug-,
Schienenfahrzeug-, Flugzeug- und Schiffbau, in der Elektro- und Elektronikindustrie, im Metallbau und in der Schilderindustrie.

Gerade im automobilen Fahrzeugbau sind doppelseitige Montageklebebänder wahre Alleskönner: Sie fügen nicht nur Baukomponenten unterschiedlichen Materials zusammen. So werden mit ihnen beispielsweise auch Elektronikkomponenten, Zierleisten und Trim-Teile, Spiegel, Embleme und sogar ganze Dachkonstruktionen von Lkw-Aufliegern geklebt. Sie dichten dabei auch ab, gleichen Toleranzen aus, dämpfen gleichzeitig Vibrationen, sorgen für eine gleichmäßige Kraftverteilung und kompensieren thermische Ausdehnungen. Zudem müssten die Außenseiten, wenn z. B. Türbleche verschweißt werden, aus optischen Gründen aufwendig nachgearbeitet werden. Das entfällt bei geklebten Türen. Besonders bei der Verbindung von Leichtbaumaterialien spielen doppelseitige Klebebänder eine zunehmend wichtige Rolle, da sie den neuen Materialmix (z. B. Stahl/Alu/CFK/GFK) überhaupt erst möglich machen.

So finden sich an einem Mercedes-Oberklasse-Fahrzeug z. B. neben 5.500 Schweißpunkten heute schon 73 m Klebenähte bzw. Klebeband-Verbindungen. Kleben wurde deswegen von Fraunhofer-Forschern bereits als „Fügetechnik des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet.

Montageklebebänder für den Industrie und Heimbereich

Verbreitet ist auch die Verwendung von Klebebändern zum Anbringen von Leisten und Profilen im Möbelbau oder das selbstklebende Ausrüsten von Schildern, Textilien und Schaumstoffen. Auch im Heimbereich werden die Bänder häufig genutzt, etwa zur Montage von Fuß- und Zierleisten, Bildern, Briefkästen, Hausnummern, Kabelkanälen, Haken etc. Doppelseitiges Klebeband lässt sich hier meist auf denselben Untergründen einsetzen wie üblicher Montageklebstoff, also bei glatten Materialien, wie z. B. Kacheln, Fliesen, Spiegeln, Metall, Holz, Stein, Glas und Kunststoff.

Wichtigste Voraussetzung ist, dass die Substrate, die geklebt werden sollen, genügend Haftfläche besitzen. Auch müssen die Oberflächen sauber, trocken, staub- und fettfrei sein und das Klebeband muss sorgfältig auf den Gegenstand geklebt werden. Dabei helfen heute praktische Handabroller, mit denen ein exaktes, punktgenaues Aufbringen des Klebebands auf dem jeweiligen Untergrund bei gleichbleibender Breite und Dicke des Klebstofffilms gelingt.

Die Haftkraft des Klebebands ist im Vergleich zum Klebstoff allerdings geringer:

KlebstoffartFestigkeitReißdehnung
Flüssigklebstoff1 ‐ 3 MPa> 200 %
Klebeband~ 0,5 MPa~ 300 %

Quelle: Klebetechnik Dr. Hartwig Lohse e.K.

Dem Montageklebstoff gegenüber jedoch hat das doppelseitige Klebeband den Nutzen, dass es sich von festen Oberflächen restlos entfernen lässt. Für schwere Gegenstände oder jene mit geringer Befestigungsfläche ist das Montageklebeband allerdings ungeeignet.

Verschiedene Klebebandsysteme für Montageanwendungen

  • Übliche doppelseitige Montageklebebänder, die unter anderem Temperaturen von -35 bis 93°C – auch am Fenster – aushalten, sind UV-beständig und weisen Tragkräfte bis zu 6 kg je 30 cm Bandlänge auf.
  • Auf dem Markt sind auch doppelseitige Acrylatschaum-Klebebänder, die anders als Schaumstoff-Klebebänder aus einem 100-prozentigen Kern aus geschlossenzelligem Acrylatklebstoff bestehen. Dieser ist in der Lage, reichlich Kräfte zu absorbieren und ist somit dauerhaft resistent gegen Zug-, Scher-, Spalt- und Schälkräfte. Ein hochleistungsfähiges VHB Schaumklebeband beispielsweise gewährleistet eine hohe Anfangsklebkraft, gleicht eine unterschiedliche Ausdehnung von Materialien aus und dient als Vibrationsdämpfung – für langlebige und wirtschaftliche Verbindungen.
  • Das doppelseitige Scotch Acrylic Plus Hochleistungs-Montageklebeband z.B. verfügt über eine sehr gute Klebkraft auf gängigen Lacksystemen und Oberflächen aus Kunststoff und wurde extra für die Befestigung von Außenanbauteilen entwickelt.
  • Marktgängig sind auch wiederlösbare doppelseitige Montagebänder, die beidseitig klebend zwar fest auf fast allen festen, glatten oder leicht strukturierten Oberflächen wie Metall, Glas, Fliesen, Keramik, lackiertem Holz, Beton und vielen Kunststoffen halten, sich aber wieder entfernen lassen. Sie sind Insbesondere geeignet für die Klebung von: Wandhaken, Schildern, Hausnummern, Halterungen, Möbelgriffen, Leisten, Bilderrahmen u.v.m.

Tipp: Montageklebeband entfernen

Die Möglichkeit, Klebeband rückstandsfrei zu entfernen, hängt unter anderem vom jeweiligen Untergrund ab. Bisweilen bleiben Klebstoffeste an der Klebestelle zurück. Auf festen Materialien, wie Glas, Fliesen kann man diese mittels Aceton einwandfrei wieder entfernen. Gegebenenfalls hilft auch ein Glasschaber zusammen mit ein paar Tropfen Öl. Falls dies nicht funktionieren sollte, kann es helfen, den Klebstoff mit einem Föhn zu erwärmen und ihn vorsichtig mit einem Spachtel oder einem Schaber vom Untergrund abzuziehen. Darüber hinaus gibt es im Handel aber auch spezielle Lösungsmittel.

Geschichte der Montageklebebänder

1901 entwickelte Oscar Troplowitz für das Unternehmen Beiersdorf AG den ersten Klebeverband, für den er den Begriff Leukoplast erfand. 1923 erfuhr Richard G. Drew, Ingenieur bei 3M von dem Problem, fertiggestellte Teile bei zweifarbigen Autolackierungen abzudecken. Zwei Jahre lang experimentierte er unter anderem mit pflanzlichen Ölen, Harzen und Gummi. 1925 präsentierte er sein erstes Ergebnis. Das nur an den Rändern mit Klebstoff beschichtete Trägermaterial aus Krepp-Papier haftete jedoch nicht ausreichend. Drew verbesserte sein Klebeband, indem er das Trägermaterial vollständig beschichtete. Damit war das erste Abdeckklebeband unter dem Markennamen ”Scotch” auf dem Markt.

Technologiefortschritte

Im Jahre 1961 perfektionierte Vorreiter 3M seine Scotch-Klebebänder, die fortan im Laufe der Zeit auch nicht mehr an Klebkraft verloren. Es blieb jedoch das Problem, dass Klebebänder in stark beanspruchten Anwendungen, zum Beispiel bei der Verbindung verschiedener Fügepartner, noch nicht einsetzbar waren. Nach intensiver Forschung gab es im Jahre 1980 aber auch hierfür eine Lösung: die VHB-Hochleistungs-Verbindungssysteme (VHB = Verbindungen Höchster Belastbarkeit). Sie überwanden den Nachteil der wesentlich geringeren Festigkeit aller bis dahin bekannten Haftklebebänder im Vergleich mit konventionellen Struktur-Klebstoffen.

Wo bisher etwa für Montagearbeiten für feste mechanische Verbindungen aufwendige und zeitintensive Fügetechniken wie Schweißen, Löten, Schrauben oder Nieten noch gang und gäbe waren oder mit Struktur-Klebstoff gearbeitet wurde, reicht seitdem in vielen Fällen ein Klebeband. Waren 1945 erst zehn verschiedene Klebebänder mit dem farbigen Schottenmuster als Markenzeichen auf dem Markt, sind es heute schon mehr als 900.

Trotzdem gibt es keinen Stillstand der technischen Entwicklung: Ein aktueller Schwerpunkt der 3M-Klebeband-Forschung ist die Funktionalität der Klebebänder: Ziel ist es, parallel zur Festigkeit im Montagebereich unter anderem die thermischen, elektrischen oder auch die optischen Eigenschaften von Klebebändern zu nutzen. Daneben konzentriert sich die Arbeit der Wissenschaftler auf die Entwicklung von Klebebändern, die nicht nur auf Glas, Metall, Keramik oder hochwertigen Kunststoffen haften, sondern auch auf niedrigenergetischen, oft strukturierten Werkstoffen, wie es die meisten modernen Kunststoff-Materialien sind. Neue LSE-Klebstoff-Filme (LSE = Low Surface Energy) haben sich hier am Markt bereits in ersten Anwendungen bewährt.

Von den 3M™ Klebe-Experten: Unverbindliche Beratung für Ihr Unternehmen

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